Wie werden die Musikcharts eigentlich erstellt?

Der Einstieg in die Charts ist ein sicherer Weg, um die Dynamik einer Musikkarriere zu fördern und neue Zuhörer über Streaming und Radio zu erreichen. Aber wie werden die größten Musikcharts der Welt berechnet und wie viele Verkäufe oder Streams braucht man, um in die Official UK-, Billboard- und ARIA-Charts zu kommen?

Wie funktionieren die Musikcharts?

Herauszufinden, wie genau die offiziellen Musikcharts der Welt bestimmt werden, kann ein kompliziertes Geschäft sein, oft mit vielen verschiedenen Faktoren wie Downloads, Streaming, Radio-Airplay und physischen Verkäufen. In Deutschland werden die Musikcharts von GfK Entertainment (vorher Media Control) erstellt.

Hier ein kurzer Überblick, wie die Musik-Charts in anderen Ländern berechnet werden:

Official UK Charts

Die Official UK Chart wird nach Umsatz sowie nach Musik- und Videostreams berechnet, mit einem variablen Streaming-Verhältnis, je nachdem, ob der Nutzer ein kostenloses oder ein kostenpflichtiges Abonnement hat. Das bedeutet, dass 100 bezahlte Streams einem Verkauf entsprechen, ebenso wie 600 freie Streams.

In den letzten Jahren wurde die durchschnittliche UK Top 40 Single mindestens 8.000 mal verkauft, während die Nummer eins rund 100.000 mal verkauft wurde. Die Zahlen für die Official UK Album Charts sind ähnlich, mit den durchschnittlichen Top 40 Alben, die über 4.000 Mal verkauft wurden, und der Nummer eins, die typischerweise rund 60.000 Mal verkauft wurde.

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Die Billboard Charts werden durch verschiedene Faktoren berechnet. Die Billboard Hot 100 und andere genrebasierte Charts berücksichtigen beispielsweise Verkauf, Streaming und Radio-Airplay.

Hochrangige Tracks und Alben können von einem oder allen dieser verschiedenen Wege getrieben werden, wobei einige der größten Songs dank umfangreichem Radio-Airplay in die Charts kommen während andere durch ihre Streaming-Power die Charts erklimmen.

Billboard verwaltet eine breite Palette von Charts, die auf einer Reihe von Faktoren basieren, darunter physische Verkäufe, digitale Downloads, Radio-Airplay und Streaming. Daher ist es schwierig, die Anzahl der „Verkäufe“, die Musiker benötigen, um in eine der Billboard-Charts zu kommen, abzuschätzen.